Kicker Sportmagazin Nr. 50, 21.6.1982 bis 27.6.1982
- Artikel-Nr.: Kicker_Sportmagazin_1982_050
- Artikelgewicht 0.5 kg
Originale Kicker Zeitung 1982 – Wochenausgabe vom 21. Juni 1982 bis 27. Juni 1982

Diese originale Kicker Zeitung 1982 erschien in der Woche vom 21. Juni 1982 bis 27. Juni 1982 mitten während der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Auf dem Titelbild steht mit Paul Breitner einer der erfahrensten deutschen Nationalspieler und eine der großen Persönlichkeiten des deutschen Fußballs.
Der Kicker richtet den Blick auf den zweiten WM-Auftritt der deutschen Mannschaft und kündigt ausführliche Berichte über das Spiel gegen Chile sowie Bildreportagen zu den wichtigsten Ereignissen der Weltmeisterschaft in Spanien an.
Das Titelbild macht diese Ausgabe darüber hinaus zu einem besonderen Zeitdokument: Acht Jahre zuvor hatte Paul Breitner im WM-Finale 1974 einen der berühmtesten Elfmeter der deutschen Fußballgeschichte verwandelt.
Titelthemen dieser Ausgabe
- Paul Breitner – Mittelfeld-Routinier der deutschen Nationalmannschaft
- Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien
- Deutschland vor dem zweiten WM-Auftritt
- Deutschland gegen Chile
- Bildreportagen und wichtige Ereignisse der WM in Spanien
Paul Breitner auf dem Titelbild
Das Titelbild zeigt Paul Breitner im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Der Kicker bezeichnet ihn auf dem Cover als „Mittelfeld-Routinier unserer Nationalelf“.
Breitner gehörte 1982 zu den erfahrensten Spielern im deutschen WM-Aufgebot. Bereits 1974 war er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister geworden. Acht Jahre später sollte er mit Deutschland erneut das Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft erreichen.
Paul Breitner und der Elfmeter, den niemand schießen wollte
Mit Paul Breitner verbindet sich eine der ungewöhnlichsten Geschichten des WM-Finales 1974. Deutschland spielte am 7. Juli 1974 im Münchner Olympiastadion gegen die Niederlande. Bereits in der ersten Spielminute geriet die deutsche Mannschaft durch einen von Johan Neeskens verwandelten Elfmeter mit 0:1 in Rückstand.
In der 25. Minute wurde Bernd Hölzenbein im niederländischen Strafraum zu Fall gebracht. Der englische Schiedsrichter Jack Taylor entschied auf Elfmeter für Deutschland.
Doch wer sollte schießen?
Nach späteren Erinnerungen Paul Breitners war für die deutsche Mannschaft während dieser Weltmeisterschaft kein fester Elfmeterschütze bestimmt worden. Gerd Müller, der diese Aufgabe zuvor häufig übernommen hatte, wollte nach mehreren verschossenen Strafstößen nicht mehr antreten. Auch Franz Beckenbauer stand nach Breitners Erinnerung nicht mehr als Schütze zur Verfügung.
Selbst Bundestrainer Helmut Schön hatte die Frage unmittelbar vor dem Finale offenbar nicht endgültig geklärt. Nach Breitners späterer Schilderung sollte Beckenbauer im Falle eines Elfmeters zunächst Kontakt mit der Mannschaft aufnehmen.
Dann kam der Moment, der Fußballgeschichte schrieb.
Nach dem Pfiff rollte der Ball in Breitners Richtung. Er hob ihn auf und ging zunächst davon aus, ihn einem Mitspieler zu geben. Doch während er mit dem Ball zurückging, entschied der damals erst 22 Jahre alte Paul Breitner, die Verantwortung selbst zu übernehmen.
Wolfgang Overath wollte noch wissen, ob Breitner tatsächlich selbst schießen wolle. Für Breitner war die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits gefallen: Er würde antreten.
Was griechische Philosophie mit diesem Elfmeter zu tun hatte
Jahrzehnte später erzählte Paul Breitner eine bemerkenswerte Erklärung dafür, warum er in diesem Augenblick den Ball nicht mehr aus der Hand gab.
Breitner beschäftigte sich intensiv mit der griechischen Sprache und mit griechischer Philosophie. Rückblickend verband er seine damalige Entscheidung mit Gedanken wie Selbsterkenntnis und persönlicher Verantwortung.
In diesem entscheidenden Augenblick sei in ihm sinngemäß der Gedanke entstanden: Du bist gut drauf, du willst gemeinsam mit dieser Mannschaft gewinnen – also übernimm selbst Verantwortung und mach etwas daraus.
Das Erstaunliche: Breitner berichtete später, dass er sich an einen Teil der unmittelbaren Situation kaum noch erinnern könne. Für einen kurzen Zeitraum habe er eine Erinnerungslücke. Vieles habe offenbar automatisch funktioniert. Erst durch Erzählungen seiner Mitspieler und durch Fernsehbilder habe er einzelne Momente später wieder nachvollziehen können.
Was geblieben ist, gehört zu den großen Bildern der deutschen Fußballgeschichte: Paul Breitner legt sich den Ball zurecht, läuft an und verwandelt zum 1:1.
Noch vor der Halbzeit erzielte Gerd Müller das 2:1. Dabei blieb es. Deutschland wurde am 7. Juli 1974 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister.
Vom Weltmeister 1974 zur Fußball-WM 1982
Gerade deshalb besitzt dieses Kicker-Titelbild vom Juni 1982 einen besonderen historischen Reiz. Acht Jahre nach seinem Weltmeistertitel stand Paul Breitner erneut bei einer Fußball-Weltmeisterschaft für Deutschland auf dem Platz.
Breitner war inzwischen kein 22-jähriger Jungstar mehr, sondern ein erfahrener Führungsspieler der deutschen Nationalmannschaft. Genau in dieser Rolle zeigt ihn auch das Titelbild dieser Kicker-Ausgabe vom 21. Juni 1982.
Die deutsche Mannschaft erreichte bei der Weltmeisterschaft in Spanien schließlich wieder das Finale. Dort traf Deutschland am 11. Juli 1982 auf Italien. Das Endspiel ging mit 1:3 verloren – doch das deutsche Tor erzielte ausgerechnet Paul Breitner.
Damit gelang ihm etwas Außergewöhnliches: Nach Pelé war Breitner erst der zweite Fußballspieler, der in zwei verschiedenen WM-Endspielen ein Tor erzielte – 1974 gegen die Niederlande und 1982 gegen Italien.
So verbindet diese originale Kicker-Ausgabe zwei große Kapitel seiner Karriere: den Weltmeister und Finaltorschützen von 1974 mit dem Führungsspieler der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 1982.
Heftdaten
- Titel: Kicker Sportmagazin
- Ausgabe: Nr. 50
- Zeitraum: 21.06.1982 bis 27.06.1982
- Titelbild: Paul Breitner
- Titelthema: Fußball-WM 1982 in Spanien
- Themen: Paul Breitner, deutsche Nationalmannschaft, Deutschland gegen Chile, Fußball-WM 1982
- Originalausgabe: Ja
- Nachdruck: Nein
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Eine nachgedruckte Zeitung hat einen Erinnerungswert, aber keinen Sammlerwert.

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Geburtstage:
21. Juni 1982, 21.6.1982, 21.06.1982
22. Juni 1982, 22.6.1982, 22.06.1982
23. Juni 1982, 23.6.1982, 23.06.1982
24. Juni 1982, 24.6.1982, 24.06.1982
25. Juni 1982, 25.6.1982, 25.0
26. Juni 1982, 26.6.1982, 26.06.1982
27. Juni 1982, 27.6.1982, 27.06.1982